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Immer weniger Schüler bekommen direkt eine Ausbildung

Nur jeder fünfte Schulabgänger hat in Braunschweig direkt nach dem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz erhalten. Vor allem bei den Mädchen mit Hauptschulabschluss ist die Zahl derer, die einen Platz bekamen mit weniger als zehn Prozent sehr gering. Das ist nur die Hälfte im Vergleich zu männlichen Hauptschülern. Auch für Migranten ist es schwer einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Seit 1999 werden in Braunschweig jährlich tausende Schulabgänger aus dem Sekundarbereich nach ihren beruflichen Plänen befragt. Das Ergebnis ist, dass die Zahl derer, die direkt in das Berufsleben einsteigen seit Beginn der Befragung, um 11,6 Prozent gesunken ist. Dies führt dazu, dass mittlerweile weniger als 20 Prozent der Schulabgänger direkt in einen Beruf kamen. Immer mehr Schüler gehen hingegen nach dem Schulabschluss weiter zur Schule und zwar auf Berufsschulen.

Über 80 Prozent derer, die direkt einen Ausbildungsplatz bekamen, verfügten mindestens über einen Realschulabschluss. Des Weiteren ist eine Konzentration auf wenige Berufsfelder feststellbar, bei weiblichen Jugendlichen auf Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit sowie Ernährung und Hauswirtschaft, bei männlichen Jugendlichen auf Metalltechnik, Wirtschaft und Verwaltung, Elektrotechnik, schulischen Ausbildungsgängen, Agrartechnik, Holztechnik, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Fahrzeugtechnik.

Diese Informationen fanden wir in:
Braunschweiger Zeitung, 23.01.2007, S.: 21