Mehr Lehrstellen, aber nicht für jeden
In der Region zählten die Agenturen für Arbeit im Juni 2007 3000 freie Ausbildungsplätze. Allerdings haben nicht alle Jugendlichen gleiche Chancen auch einen Platz zu bekommen. Der Anteil an Abiturienten und Abiturientinnen unter den neuen Auszubildenden nimmt zu, ihr Anteil an Jugendlichen mit neuem Lehrvertrag ist sieben Mal höher als der von Hauptschulabsolventen.
Jugendliche ohne Abschluss haben praktisch keine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Auch sogenannte Altbewerber, also Bewerber, die im Vorjahr keine Ausbildungsstelle bekommen hatten und es nun erneut versuchen, haben schlechte Chancen. Diese Gruppe soll künftig besonders durch den Bund besonders gefördert werden. Die jungen Bewerber weisen häufig Schwächen auf bei der deutschen Rechtschreibung, im Kopfrechnen und bei Prozent und Dreisatzrechnung.
Außerdem gibt es, jenseits des Schulwissens, häufig Probleme bei der Konzentrationsfähigkeit, dem Durchhaltevermögen, bei Sorgfalt, Höflichkeit, Pünktlichkeit und der Bereitschaft zu Mobilität. Um solche Probleme zu beseitigen sollen Altbewerber durch Einstiegsqualifizierungen (Start ist immer der 1. Oktober) in kleinen Schritten näher an die Ausbildung herangeführt werden. Nach einer absolvierten Ausbildung werden immerhin 60 bis 70 % der Absolventen von ihren Betrieben übernommen. Deswegen lohnt es sich intensiv nach einem Ausbildungsplatz zu suchen. So suchen beispielsweise die Gastronomen im Bezirk der IHK Lüneburg- Wolfsburg noch händeringend Bewerber, hier sind noch 160 Stellen zu besetzen.
Diese Information fanden wir in:
Braunschweiger Zeitung, 24.07.2007, Seite 1 und 8







