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Praktikum als "Einstiegsqualifizierung“

Seit Anfang Oktober haben Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben eine neue Möglichkeit ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu steigern, wenn sie sich für die so genannte „Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat“ entscheiden. Um das Zertifikat zu bekommen müssen die Jugendlichen ein sechs- bis zwölfmonatiges Betriebspraktikum absolvieren, dass ihnen als Türöffner für die Berufsausbildung dienen soll.

Im Bezirk der Industrie und Handelkammer Braunschweig wurden in den vergangenen zwölf Monaten 129 Verträge abgeschlossen und über 50 Prozent der Praktikantinnen und Praktikanten wurden in ein Ausbildungsverhältnis übernommen. IHK Präsident Schmid spricht von einer „Erfolgsgeschichte“ und weist darauf hin, dass die Unternehmen über die Praktika die Möglichkeit haben potentielle Auszubildende erst kennen lernen zu können bevor man sich für eine Einstellung entscheidet.

Über ein drittel der beteiligten Betriebe haben vor der Einstiegsqualifizierung nicht ausgebildet und sind erst durch diese zu Ausbildungsbetrieben geworden. Die Jugendlichen haben die Chance zwischen 80 verschiedenen Einstiegsqualifikationen zu wählen. Da aufgrund des demografischen Wandels und der rückläufigen Bewerberzahlen für die Zukunft ein Fachkräftemangel zu erwarten ist, bietet die Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, dass auch Schüler mit schlechteren Noten sich im Berufsalltag beweisen können und so zeigen, dass sie für die Ausbildung geeignet sind. Wenn dann ein Ausbildungsverhältnis zustande kommt, kann die Einstiegsqualifizierung sogar mit bis zu sechs Monaten angerechnet werden.

Die Einstiegsqualifizierung ist ein Teil des Ausbildungspakts und wird gemeinsam mit der Arbeitsagentur organisiert. Die EQ-Expertin in der IHK ist Anke Just (Telefon: 0531/4715220)

Diese Information fanden wir in:
Braunschweiger Zeitung vom 10.10.2007, S.: 28